KristallApplikationen sind für mich Kristallglasuren auf einem Trägermaterial.
Dieses Trägermaterial ist für mich momentan ein keramischer Scherben, wobei ich mir vorstellen kann, auch mit metallischen Trägern (analog Emaille) zu arbeiten.
Mein großes Gestaltungsziel sind große Keramik-(Metall-)Platten mit unterschiedlichsten Kristallglasuren - Arten, Formen und Farben - zu glasieren und falls notwendig, durch mehrfaches Glasieren und Brennen mit entsprechenden Brennkurven ein spannungsvolles Bild zu erhalten.
Diesbezüglich ist der taiwanesische Künstler 'Sun Chao' mein großes Vorbild:

aus: Kristalle aus dem Feuer, Keramik von Sun Chao, Staatliche Museen Kassel
Die Bezeichnung "Kristallmalerei", die er für seine Arbeiten verwendet, möchte ich für mich nicht übernehmen, da "Mutter Natur" für mich der eigentliche Künstler ist.
Momentan gibt es für mich aber noch technologische Grenzen wie Brennkapazität und die Herstellung großer Keramik-Platten in der eigenen Werkstatt.
Dabei ist für mich die Aneignung möglichst umfassender Kenntnisse über Glaschemie, Glaskeramik, Mineralogie, Kristallographie und den Farben in Mineralien Voraussetzung, um dieses Wissen gezielt zur Entwicklung von neuartigen Kristallglasuren einzusetzen.
Bei der Herstellung der von mir angestrebten großen Keramik-Platten, ist weiteres Wissen und technologische Fertigkeiten über VerbundKeramik notwendig.
In der Industrie werden solche großen Platten mit dem Verfahren des „isostatischen Pressens“ natürlich bereits in vielen Unternehmen produziert, aber die Nutzung solcher Industrie-Platten würde für mich eine erhebliche Einschränkung der Gestaltungs-Möglichkeiten bedeuten. Vor allem die Möglichkeit der Verwendung von unterschiedlich eingefärbten Engoben auf dem lederharten Scherben ist für mich notwendiges Gestaltungsmittel und nur in der eigenen Werkstatt realisierbar.
Hier eine für mich faszinierende industrielle Gestaltung von großformatigen Keramik-Platten: www.petraluxe.de
Lassen Sie sich durch diese Seiten begeistern …….
Die bewusste Nutzung der Naturgesetze, aber auch die Spannung zwischen Wissen und Zufall hat und wird mich immer wieder faszinieren.
Die zufälligen Ereignisse sind dann immer wieder Ansporn für weiteres Lernen, um vielleicht auch hier wieder Gesetzmäßigkeiten zu erkennen.
Meine naturwissenschaftliche Ausbildung und meine Freude an Gestaltung können somit in einen kreativen Dialog treten.